Was ist Minderheitenstress?

Menschen, die einer sexuellen Minderheit angehören, sind permanent Situationen ausgesetzt, die Stress verursachen. Schwule und Lesben, Bisexuelle und Intersexuelle sowie transidente Menschen haben deswegen einen chronisch erhöhten Stresspegel, was sich anhand des Stresshormons Cortisol im Blut nachweisen lässt.

Welche Faktoren führen zu Minderheitenstress?

Stigmatisierung

Zuschreibung von Merkmalen und Eigenschaften allen Angehörigen der Minderheit gegenüber, welche diese Menschen in Verruf bringen oder abwerten.

Diskriminierung

Benachteiligung oder Herabwürdigung von Gruppen oder einzelnen Personen nach Maßgabe bestimmter Wertvorstellungen oder aufgrund unreflektierter, z. T. auch unbewusster Einstellungen, Vorurteile oder emotionaler Assoziationen.

Vorurteile

Stabile negative Einstellungen gegenüber Gruppen bzw. Personen, die dieser Gruppe angehören. Vorurteile beruhen oftmals nicht auf eigenen Erfahrungen, sondern werden übernommen.

Mangelnde soziale Unterstützung

Unter sozialer Unterstützung versteht man hier die Beziehungen zu anderen Personen, durch die zentrale psychosoziale Bedürfnisse wie die nach Zuneigung, Anerkennung, Identität, Zugehörigkeit und Sicherheit, sowie instrumentelle Bedürfnisse wie Informationsbedarf, praktischer und materieller Hilfebedarf befriedigt werden.

  • Stigmatisierung
  • Vorurteile
  • Diskriminierung
  • mangelnde soziale Unterstützung
  • Vorurteile,
  • Diskriminierung und
  • mangelnder sozialen Unterstützung

verursacht wird.

In der Tat haben zahlreiche wissenschaftliche Studien gezeigt, dass Minderheitspersonen ein hohes Maß an Vorurteilen ausgesetzt sind, die Stressreaktionen (z. B. Bluthochdruck, Angstgefühle) verursachen, die im Laufe der Zeit zu einer schlechten psychischen und physischen Gesundheit führen. Die Minderheitenstresstheorie fasst diese wissenschaftlichen Studien zusammen, um zu erklären, wie schwierige soziale Umstände zu chronischem Stress und schlechter Gesundheit bei Minderheitspersonen führen.